Die Costa Brava

Die Costa Brava ist der nordöstlichste Abschnitt der spanischen Mittelmeerküste (Provinz Katalonien); sie ist ca. 200 km lang und reicht von Port-Bou an der spanisch-französischen Grenze bis Lloret de Mar und Blanes im Süden. Die Bezeichnung „Costa Brava“ („wilde Küste“) stammt aus dem Beginn des Tourismus an der Wende 19./20. Jahrhundert; sie bezieht sich auf die gefährlichen Winde und die stark zerklüftete Felsenküste mit vielen kleinen Buchten, die oft nur per Boot erreichbar sind. Diese Buchten sind ein ausgezeichnetes Revier für Taucher und Sportfischer; auch Segler und Surfer kommen an der Costa Brava auf ihre Kosten, jedoch ist der „wilde“ Nordwind aus den Bergen, der „Tramuntana“, selbst bei den erfahrenen einheimischen Fischern gefürchtet.

Die Küstenlinie der Costa Brava besteht jedoch nicht nur aus Felsen. Im Golf de Rosas und weiter südlich bei Lloret de Mar trifft man auf weite Sandstrände, die zum Baden einladen; hier ist allerdings auch der Tourismus mit allen seinen Erscheinungen (Hotelburgen, Diskotheken, etc.) am meisten ausgeprägt. Wer Ruhe und Natur sucht, findet dies eher in der nördlichen Costa Brava, in malerischen Fischerdörfern wie Tamariu und L 'Estartit oder in dem Naturpark am Cap Creus bei Llanca; in dieser Gegend kann man in Steinbrüchen nach Mineralien suchen (Almandin, Quarz, Orthoklas).

Kulturelle Sehenswürdigkeiten bieten u.a. die Provinzhauptstadt Girona (Arabische Bäder, Judenviertel, Festung, Kathedrale) sowie die Stadt Figueres mit der Geburts- und Grabesstätte von Salvadore Dali und einem einzigartigen Museum.

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